Informationen über Küchenkräuter
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Allgemeines
Bereits in der Antike wurden Kräuter verwendet,um Speisen zu würzen.
Damals setzte man die vielfältigen Pflanzen auch schon
zur Behandlung von Krankheiten ein.Doch erst heute weiß man,
was diese Pflanzen so wertvoll macht.In der Küchenpraxis versteht man unter Kräutern alle würzenden und duftenden Pflanzen.Kräuter enthalten eine Vielfalt von Inhaltsstoffen,auf die sowohl die Heil als auch die Würzkraft zurückgeht.Die wichtigsten Wirkstoffe aller Kräuter sind ätherische Öle.Sie bestimmen das Aroma der jeweiligen Pflanze.Doch auch ihre medizinische Wirkung ist nicht schlecht:Sie können antiseptisch,entzündungshemmend, pilzabtötend,wundheilend,desodorierend oder insektenabwehrend wirken.Viele unserer sogenannten Hausmittel bedienen sich dieser Wirkungen:Lavendelsäckchen im Kleiderschrank schützen gegen Motten,Kamillentee beruhigt entzündete Augen,Eukalyptus und Thymian lindern Erkältungen.Doch auch andere Inhaltsstoffe von Kräutern sind für Geschmack und Wirkung von Bedeutung. Schnittlauch zum Beispiel,der wie Knoblauch,Zwiebeln und Lauch zu den Liliengewächsen gehört,enthält schwefelhaltige Stoffe,die antikanzerogen wirken können.Weitere sekundäre Pflanzenstoffe in Kräutern sind Alkaloide,Gerbstoffe,Terpene und natürlich Chlorophyll.Sie enthalten außerdem beträchtliche Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen,die allerdings wegen der geringen Mengen der verwendeten Kräuter für die Nährstoffversorgung kaum ins Gewicht fallen.
Kräuter selbst ziehen.
Im Handel werden viele Kräuter getrocknet oder frisch als Bund angeboten.Aber in den letzten Jahren sind Kräuter auch zunehmend im Topf fast überall erhältlich.Diese vorgezogenen Kräuter sind eine gute Basis für den eigenen Kräutergarten gerade wenn Sie aus Platzgründen nicht die Möglichkeit zur Aussaat haben.Kräuter selbst anzubauen ist kein Hexenwerk.Geeignet sind sowohl der Garten als auch Balkonkästen oder Blumentöpfe auf der Fensterbank.Grundsätzlich sollten sonnige Standorte gewählt werden,damit sich die Inhaltsstoffe voll entwickeln können.Auf Dünger sollten Sie verzichten.
Kräuter auf der Fensterbank.
Wählen Sie ausreichend große Blumentöpfe (Durchmesser ca. 18 - 20 cm),damit die Wurzeln genug Platz haben.Legen Sie den Topfboden mit Tonscherben oder Kies aus und mischen Sie die Blumenerde mit Sand.Gießen Sie regelmäßig und drehen Sie die Blumentöpfe alle paar Tage,damit die Pflanzen von allen Seiten Licht bekommen.
Kräuter auf Balkon und Terrasse.
Hier sollten mehrere Kräuter in größere Gefäße gepflanzt werden, da in kleinen Töpfen im Freien die Erde zu schnell austrocknet. Beachten Sie dabei,daß sich nicht alle Kräuter gegenseitig vertragen.So sollten z. B. Petersilie und Minze nicht nebeneinander gepflanzt werden.Prüfen Sie regelmäßig die Feuchtigkeit in den Töpfen und gießen Sie gegebenenfalls rechtzeitig.
Kräuter im Garten.
Wenn Sie einen Kräutergarten anlegen möchten,informieren Sie sich am besten in der einschlägigen Literatur.Bei wenig Platz bietet sich eine Kräuterspirale an.Hier gibt es für jede Pflanze den optimalen Standort.Grundsätzlich gilt:Der Kräutergarten sollte nicht zu weit vom Haus entfernt sein,damit Sie beim Kochen schnell ein paar Kräuter ernten können.
Kräuter direkt auf den Tisch.
Frische Kräuter haben die meisten Aromastoffe.Deshalb wäre es ideal,wenn die Kräuter erst kurz vor dem Verwenden geerntet würden.Geerntet werden grundsätzlich nur die vollentwickelten Blättchen, bei Estragon nur die feinen Triebspitzen.
Ist ein Herzblatt vorhanden,so darf es in keinem Fall abgeschnitten werden, weil die Pflanze sonst nicht mehr nachtreiben kann.Leider hat diese Möglichkeit nicht jeder aber man kann sich behelfen, zum Beispiel mit einem gekauften Kräuterbund.Es hält sich einige Tage frisch,wenn Sie es in ein Glas mit frischem Wasser stellen.Dabei sollten Sie aber darauf achten,daß nur die Stiele im Wasser stehen.Wenn Blätter im Wasser sind,wird es schnell faulig.Im Kühlschrank bleibt das Kräuterbund gut eine Woche lang frisch,wenn Sie es in einen Kunststoffbehälter legen, in einem Frischhaltebeutel oder in Alufolie einpacken.
Vorrat von Kräutern.
Oft können nicht alle geernteten Kräuter sofort verwendet werden. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten,Kräuter zu konservieren und sie so auch im Winter zu genießen.
Beim Einfrieren bleiben Aroma,Inhaltsstoffe und Farbe der Kräuter besonders gut erhalten.Verwenden Sie möglichst frische Kräuter, die Sie sorgfältig waschen und gut trockenschleudern oder tupfen. Beim Kochen geben Sie die Kräuter ohne vorheriges Auftauen direkt in die Speisen.
Gehackte Kräuter können Sie je nach Verwendungszweck lose oder als Kräuterwürfel einfrieren.Wenn Sie die Kräuter z. B. über einen Salat streuen wollen,geben Sie die gehackten Kräuter in einen Gefrierbeutel.Für Kräuterwürfel füllen Sie die Fächer eines Eiswürfelbehälters zu je 2/3 mit gehackten Kräutern auf und füllen mit Wasser auf.Die gefrorenen Würfel verpacken Sie anschließend lose in einer Gefrierdose oder einen Beutel.Beim Kochen geben Sie den Würfel direkt in den Topf.
Geeignete Kräuter zum Einfrieren sind Schnittlauch,Dill, Estragon,Koriander,Fenchel,Liebstöckel,Minze,Basilikum,Majoran, Oregano,Petersilie,Bohnenkraut,Thymian.
Für Kräutersträußchen (z. B. Bouquet garni) legen Sie ganze Zweige von einem oder mehreren Kräutern in einen Gefrierbeutel, den Sie locker verschließen.
Sie können Kräuter auch trocknen. Dafür eignen sich jedoch nicht alle Kräuter.So verlieren Basilikum und Petersilie stark an Geschmack,während bei anderen Kräutern das Aroma intensiviert wird.Im Gegensatz zu frischen oder eingefrorenen Kräutern müssen getrocknete Kräuter mitgekocht werden,damit sie ihr Aroma richtig entfalten.Vor dem Trocknen müssen die Kräuter gewaschen und geschleudert oder abgetupft werden.Für luftgetrocknete Kräuter binden Sie mehrere Zweige zu einem Sträußchen zusammen und hängen es an einem warmen,trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung für mehrere Tage auf.Wenn Sie Kräuter im Backofen trocknen möchten,legen Sie die Zweige lose auf ein Backblech.Stellen Sie die Temperatur auf maximal 30 - 35° C,damit die Aromastoffe nicht verloren gehen und lassen Sie die Ofentür einen Spalt offen.Die Kräuter sind trocken,wenn sich die Blätter zwischen den Fingern zerbröseln lassen.Schneller geht das Trocknen in der Mikrowelle. Legen Sie die Kräuter lose auf ein Stück Küchenkrepp und schalten Sie das Mikrowellengerät auf die höchste Stufe.Je nach Blattstärke sind die Kräuter nach 2 - 4 Minuten trocken.
Geeignete Kräuter zum Trocknen sind Bohnenkraut,Dill, Liebstöckel,Majoran,Minze,Oregano,Rosmarin,Thymian,Salbei, Zitronenmelisse.Wichtig ist sowohl bei der direkten Verwendung als auch beim Vorbereiten auf die Konservierung daß Kräuter frisch geerntet werden.Denn dann sind sie am aromatischsten.
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